Produkt

Product News: AI Editing im DAM+, KI-Taxonomien, Aptoma Print Automation und ein neuer Navigationsmodus

Im zweiten Quartal 2026 haben wir KI gezielt dort eingesetzt, wo sie den Redaktionsalltag spürbar entlastet: transparent und unter Ihrer Kontrolle. Mit Purple DAM+ kommt AI Editing direkt in den Hub, neue KI-Taxonomien für Purple Prompts beschleunigen die Verschlagwortung, mit unserem neuen Partner Aptoma bringen wir Print-Automatisierung in Purple und ein neuer Navigationsmodus in Purple Experience löst konkrete Anforderungen aus dem Anzeigengeschäft. Hier sind die wichtigsten Neuerungen im Detail.

Profilbild von Thomas Beernink
Thomas Beernink
07.07.2026
Weiches Licht verschwommen in Violett, Lila und Weiß auf dunklem Hintergrund.

Purple DAM+: AI Editing direkt im Hub

Was ist es?

Im letzten Feature Review haben wir Purple DAM vorgestellt, das grundlegend überarbeitete Asset Management im Purple Hub. Mit Purple DAM+ folgt nun die nächste Ausbaustufe. Das erste Highlight ist AI Editing: Sie können Bilder jetzt direkt im Hub generieren, bearbeiten, kombinieren und in Varianten überführen, ohne in ein externes Programm wie Photoshop zu wechseln. Vier Funktionen stehen zur Verfügung: Bilder generieren, Varianten erstellen, mehrere Bilder kombinieren und Bilder bearbeiten. Jede dieser Funktionen lässt sich auf Wunsch einzeln aktivieren oder deaktivieren.

Warum ist das wichtig?

Ein großer Teil der Bildbearbeitung findet bisher außerhalb des Hubs statt, was den Workflow unterbricht. AI Editing schließt diese Lücke für wiederkehrende Aufgaben: einen Hintergrund freistellen, aus den Werten einer Tabelle eine saubere Grafik erzeugen, ein Diagramm auf das eigene Markendesign legen oder ein passendes Hintergrundbild erstellen. Ebenso wichtig ist die Transparenz: Jedes mit KI erstellte oder bearbeitete Bild wird automatisch mit den entsprechenden Metadaten versehen, sodass jederzeit nachvollziehbar bleibt, was KI-generiert ist. So bleiben Ihre journalistischen Standards gewahrt.

Wie funktioniert es?

In der Medienbibliothek wählen Sie eine der vier KI-Funktionen aus. Beim Generieren beschreiben Sie das gewünschte Motiv über ein Prompt-Feld und legen Modell, Format und Seitenverhältnis fest. Bei einer Variante können Sie zum Beispiel aus einer abfotografierten Tabelle ein Diagramm erzeugen, dessen Werte korrekt übernommen werden, da das Modell den Inhalt der Tabelle interpretiert. Über die Kombinationsfunktion legen Sie etwa eine Grafik auf einen Markenhintergrund. Anschließend speichern Sie das Ergebnis als Kopie oder ersetzen das Originalbild. KI-Bilder werden in der Bibliothek mit einem kleinen KI-Symbol gekennzeichnet und lassen sich über den Filter „KI-Quelle" nach generierten und bearbeiteten Bildern sortieren.

Hinweis: AI Editing ist lizenzpflichtig. Sprechen Sie Ihren Customer Success Manager oder Rafael Diz Simon aus dem Account Management einfach an, wenn Sie diese Funktion für Ihren Hub aktivieren möchten.

Purple Prompts: Taxonomien automatisch vergeben

Was ist es?

Mit Purple Prompts füllen Sie die Metadaten eines Artikels per Knopfdruck. Bisher fehlte ein wichtiger Baustein: Taxonomien. Anders als freie Eingabefelder greifen Taxonomien immer auf eine bestehende Liste fester Begriffe zurück. Genau das ist nun möglich. Purple Prompts kann passende Kategorien und andere Taxonomien automatisch vorschlagen.

Warum ist das wichtig?

Das Erstellen von Metadaten kostet im Redaktionsalltag viel Zeit. Mit den KI-Taxonomien sparen Sie diese Zeit, ohne die Kontrolle über Ihre Begriffsstruktur zu verlieren. Sie entscheiden, ob die KI ausschließlich aus den bestehenden Begriffen wählen oder auch neue Begriffe anlegen darf. So bleibt Ihre Kategorienliste sauber und wächst nicht unkontrolliert.

Wie funktioniert es?

In den Prompt-Einstellungen legen Sie einen Taxonomie-Prompt an, zum Beispiel: den Artikelinhalt analysieren und die passendste Kategorie aus der vorgegebenen Liste wählen. Dabei bestimmen Sie, ob alle bestehenden Begriffe einbezogen werden, ob neue Begriffe erlaubt sind und ob der Prompt Teil des „Finalize Article"-Ablaufs sein soll. Im Artikel rufen Sie den Vorschlag entweder einzeln über Purple Prompts auf oder lassen ihn gemeinsam mit allen anderen Metadaten im Finalize-Article-Flow erzeugen. Bestehende Begriffe werden zuverlässig wiedererkannt, sodass keine Dubletten entstehen.

Aptoma Print Automation: Print-Ausgaben automatisiert erstellen

Was ist es?

Mit Aptoma begrüßen wir einen neuen Partner für Print-Integration und Print-Automatisierung. Ziel der Integration ist es, den Aufwand für die Erstellung von Print-Ausgaben aus Ihren Online-Inhalten deutlich zu reduzieren. Die Vorbereitung findet in Purple statt, die eigentliche Print-Automatisierung übernimmt anschließend Aptoma.

Warum ist das wichtig?

Das Erstellen von Print-Versionen ist bislang mit viel manueller Arbeit verbunden, etwa beim Anpassen der Zeichenmenge an den verfügbaren Platz und beim Ausgleich der Unterschiede zwischen Online- und Print-Artikeln. Aptoma automatisiert diesen Prozess und platziert Artikel anhand der in Purple hinterlegten Parameter automatisch in der Ausgabe.

Wie funktioniert es?

In Purple bereiten Sie den Artikel vor, füllen die Metadatenfelder und steuern über die Sidebar, dass der Artikel in den Print-Workflow gegeben wird. Dort legen Sie unter anderem Ressort, Ausgabe, Priorität und Region fest. Diese Parameter werden an Aptoma übergeben, wo der Platzierungsalgorithmus die Artikel automatisch in der Ausgabe anordnet. Die Synchronisation zwischen Purple und Aptoma funktioniert bereits.

Hinweis: Möchten Sie Aptoma Print Automation in Ihrem Hub nutzen oder eine persönliche Demo sehen? Sprechen Sie uns gerne an.

Purple Experience: Neuer Non-SPA-Navigationsmodus

Was ist es?

Purple Experience ist standardmäßig eine Single Page Application. Die Anwendung wird einmal geladen und aktualisiert danach nur die Inhalte, was schnelle, app-ähnliche Übergänge ohne weißes Aufblitzen zwischen den Seiten ermöglicht. Neu hinzu kommt nun ein Non-SPA-Modus, der bei jeder Navigation einen vollständigen Seiten-Reload auslöst.

Warum ist das wichtig?

Der SPA-Modus bringt im Anzeigengeschäft Einschränkungen mit sich. Viele Ad-SDKs wurden für klassische Websites gebaut und initialisieren sich bei jeder Navigation neu. Ohne vollständigen Reload erhalten sie dieses Signal nicht, was dazu führen kann, dass Anzeigen nicht korrekt laden oder Fragmente alter Anzeigen auf der Seite bleiben. Der Non-SPA-Modus sorgt für einen sauberen Neustart bei jeder Navigation und macht damit Anzeigenformate möglich, die zuvor nicht zuverlässig funktioniert haben, etwa Homepage-Takeovers.

Wie funktioniert es?

Der Non-SPA-Modus steht ab der aktuellen Experience-Version mit aktiviertem leanDOM zur Verfügung. Das Umschalten ist eine reine Konfigurationsänderung. Da sich das Navigationsverhalten grundlegend ändert, sollten Integrationen, Tracking und Anzeigen im Projektkontext geprüft werden. Wenn Sie den Modus testen möchten, wenden Sie sich am besten an Ihren Ansprechpartner aus dem Customer Success oder unseren Account Manager, Rafael Diz Simon.

Sneak Preview: Das kommt als Nächstes für Purple DAM+

Im Webinar haben wir bereits einen Ausblick auf weitere DAM+-Funktionen gegeben, an denen wir aktuell arbeiten:

  • Automatische Metadaten-Generierung: Beim Hochladen von Bildern werden Titel, Alt-Text, Beschreibung und Bildunterschrift automatisch vorgeschlagen. Grundlage sind Bilderkennung sowie die Analyse vorhandener EXIF- und IPTC-Daten. Die Vorschläge werden vom Menschen bestätigt oder angepasst. Geplant für das kommende Quartal.
  • Image Usage Tracking: Für jedes Bild lässt sich nachvollziehen, in welchen Artikeln es verwendet wird, was unter anderem für Reporting und Abrechnung hilfreich ist.
  • Picture-Alliance-Integration: Die Bilddatenbank von Picture Alliance lässt sich direkt als Quelle in der Medienbibliothek auswählen, sodass Bilder ohne Umwege per Drag-and-drop in den Artikel übernommen werden, inklusive Metadaten. Geplant für das kommende Quartal.

Weitere Verbesserungen auf einen Blick

  • Social Media: Social-Media-Posts unterstützen jetzt Videos und mehrere Bilder. Wenn Sie Ihre Kanäle über Buffer angebunden haben, ist zudem Tagging möglich.
  • Verbesserte Warnhinweise: Wenn ein Artikel nach einem Timeout von einer anderen Person übernommen wird, ist die Meldung jetzt klarer formuliert und Sie können Ihren aktuellen Stand in die Zwischenablage kopieren, sodass keine Arbeit verloren geht.
  • Erweiterte Konfigurationsoptionen: Sie können jetzt festlegen, welche Blöcke als „Most Used" oben in der Editor-Sidebar erscheinen, das Standardverhalten von Inline-Links bestimmen, RSS-Feeds erweitert konfigurieren und ACF-Felder pro Block einrichten.
  • Multi-Brand-Hub und URL Resolver: Sie können jetzt mehrere Marken und Websites in einem Hub verwalten und Inhalte zwischen Marken teilen und wiederverwenden. Auch eine Live- und eine Test-Website lassen sich aus demselben Hub betreiben. Kunden ohne Purple Experience können ihre URLs über den neuen URL Resolver im Control Center konfigurieren und in der Vorschau prüfen.
  • Externe Services per Webhook anbinden: Sie können externe Dienste über Webhooks direkt an den Artikel-Workflow anbinden. Die Verarbeitung läuft asynchron im Hintergrund, Ergebnisse werden als separater Inhalt zurückgespielt und klar von Ihren eigenen Inhalten getrennt. So lassen sich zum Beispiel KI-gestützte Workflows mit einem Mensch-in-der-Schleife-Prinzip umsetzen. Purple liefert dabei den Rahmen, die Wahl des Werkzeugs liegt bei Ihnen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Eine Neuerung aus dem Webinar betrifft das Format selbst: Ab dem kommenden Quartal bieten wir das Feature Review Webinar zusätzlich auf Deutsch an. Sie können Ihre bevorzugte Sprache abonnieren und erhalten danach die passende Aufzeichnung.

Interessieren Sie sich für den regelmäßigen Austausch in unseren quartalsweisen Feature Reviews oder möchten Sie stets über die neuesten Produktentwicklungen informiert sein? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben, oder vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch mit meinem Kollegen Rafael Diz Simon, wenn Sie mehr über einzelne Features und ihre Anwendung wissen möchten.

Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Profilbild von Thomas Beernink
Thomas Beernink
Purple

Thomas Beernink verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen Produkt- und Service-Design und war zuvor bei der niederländischen Nationalpolizei, bei Achmea und bei der IoT-Plattform relayr tätig. Nach seinem Abschluss in „Design for Interaction“ an der TU Delft kam er 2024 als Senior Product Designer zu Purple und leitet heute als Backend Product Manager das Produktmanagement für den Purple Hub.

Monatliche Updates, die Sie wirklich brauchen.

Erhalten Sie Produkt Updates, Webinar Termine und kurze Praxis Impulse rund um Redaktion, Experience, KI und Integrationen. Klar, selten und ohne Spam.