Product News: Workflows, Planungsboards und weitere KI-Features im Purple DAM+
Im dritten Quartal 2026 stand bei Purple die Organisation der redaktionellen Arbeit im Mittelpunkt. Mit Purple Workflows und den neuen Planungsboards steuern Sie Artikelstatus, Zuständigkeiten und Planung direkt im Hub. Die KI-Funktionen von Purple DAM+, die wir im letzten Quartal noch als Ausblick gezeigt haben, sind jetzt fertig und lassen sich in jedem Hub einrichten. Und in Purple Experience sorgt die neue Consent Bridge dafür, dass eine Einwilligung aus der App auch im Web gilt. Vorgestellt habe ich diese Neuerungen am Ende September im Quarterly Feature Review, gemeinsam mit meinem Kollegen Maximilian Moll (Produktmanager App & Web) und Rafael Diz Simon (Head of Account Management). Hier fasse ich die wichtigsten Updates zusammen


Purple Workflows und Planungsboards: Status und Planung direkt im Hub

Was ist neu?
Mit Purple Workflows verwalten Sie alle Artikelstatus an einem Ort. Im Editor ändern Sie den Status eines Artikels über ein Dropdown und weisen den Artikel dabei direkt einer Person zu. Neben den Standardstatus Entwurf, Geplant und Veröffentlicht lassen sich eigene Status einrichten, etwa Kollegenprüfung, CvD-Check oder Bereit zur Veröffentlichung. Jede Statusänderung kann einen Webhook auslösen. So erhält zum Beispiel ein Kanal in Microsoft Teams automatisch eine Nachricht, sobald ein Artikel zur Kollegenprüfung bereitsteht.
Ergänzend dazu gibt es die Planungsboards, die direkt in die Artikelübersicht integriert sind. In der Statusansicht sehen Sie Ihre Artikel als Kanban-Board und verschieben sie per Drag-and-drop in den nächsten Status, auf Wunsch wieder mit einer Benachrichtigung in Teams. In der Wochenplanung legen Sie neue Artikel mit Thema und Termin direkt im Board an und weisen sie Personen zu. Redakteurinnen und Redakteure finden in ihrer Aufgabenansicht alle Artikel, die ihnen zugewiesen und noch nicht veröffentlicht sind.

Warum ist das wichtig?
Bisher gab es neben dem Artikelstatus ein eigenes Modul mit separatem Workflow-Status. Das war wenig effizient und ließ sich nicht mit einem Planungsboard verbinden. Deshalb haben wir den Workflow-Status von Grund auf neu gedacht, sodass er intuitiv und fest im Produkt verankert ist. Die Planungsboards machen sichtbar, welche Artikel für diese Woche oder für Print vorgesehen sind und in welchem Status sie sich befinden. Gerade für CvDs und Teamleitungen entsteht so ein deutlich besserer Überblick über alle laufenden Aufgaben.
Wie funktioniert es?
Workflow-Status und Planungsboards werden für Ihren Hub aktiviert und konfiguriert. Die Standardstatus stehen immer zur Verfügung, eigene Status richten wir gemeinsam mit Ihnen ein. Wenden Sie sich dafür an Ihre Ansprechperson bei Purple, unser Customer-Success-Team oder direkt an Rafael Diz Simon.
Purple DAM+: KI-Metadaten, Image Usage Tracking und Picture Alliance

Was ist neu?
Purple DAM+, das kostenpflichtige Add-on zu Purple DAM, bringt drei zentrale Funktionen mit:
- Metadaten-Generierung: Beim Hochladen analysiert die KI das Bild sowie vorhandene EXIF- und IPTC-Daten und schlägt Titel, Alt-Text, Beschreibung und Bildunterschrift vor. Sie entscheiden selbst, welche Vorschläge Sie übernehmen, anpassen oder durch eigene Texte ersetzen. Der zugrunde liegende Prompt kann angepasst werden.
- Image Usage Tracking: In den Details eines Bildes sehen Sie, wo und wie oft es verwendet wird, in Artikeln ebenso wie in Ausgaben, Dossiers oder Newslettern. Daraus lassen sich Übersichten für das Reporting erstellen.
- Picture-Alliance-Integration: Picture Alliance steht in der Mediathek als eigene Quelle zur Verfügung. Bilder lassen sich ohne Herunter- und Hochladen per Drag-and-drop verwenden, die Metadaten werden automatisch übernommen. Voraussetzung ist ein Abonnement bei Picture Alliance.

Warum ist das wichtig?
Metadaten für Mediendateien zu pflegen, kostet viel Zeit. Die KI-Vorschläge nehmen der Redaktion einen großen Teil dieser Arbeit ab, die Kontrolle bleibt dabei bei den Redakteurinnen und Redakteuren. Das Image Usage Tracking schafft die nötige Transparenz, zum Beispiel für die Vergütung freier Fotografinnen und Fotografen. Und mit Picture Alliance in der Mediathek entfällt der Umweg über eine externe Bilddatenbank.
Wie funktioniert es?
Im Webinar habe ich zudem gezeigt, wie die neuen Funktionen mit der KI-Bildbearbeitung aus dem letzten Quartal zusammenspielen. Hintergründe lassen sich entfernen, mehrere Bilder zu einem kombinieren, und auch Bilder von Picture Alliance können direkt bearbeitet werden. Mit KI bearbeitete oder erstellte Bilder sind in der Mediathek gekennzeichnet und lassen sich gezielt filtern. Diese Information kann bei Bedarf auch im Frontend ausgespielt werden. Beim Hochladen weist Purple DAM+ außerdem darauf hin, wenn ein Bild bereits in der Mediathek vorhanden ist.
Purple DAM+ können Sie zu Purple DAM dazubuchen. Eine Übersicht, welche Funktionen in Purple DAM und Purple DAM+ enthalten sind, finden Sie in unserer Dokumentation. Für die Einrichtung oder eine Demo wenden Sie sich an Ihren Customer Success Manager oder direkt an unseren Accountmanager Rafael Diz Simon.
Consent Bridge: Eine Einwilligung, die in App und Web gilt

Was ist neu?
In nativen Apps muss die Einwilligung nativ eingeholt werden, damit SDKs überhaupt sauber geladen werden dürfen. Die neue Consent Bridge gibt diese Einwilligung an die Webkomponenten in der App weiter und potenziell auch an Drittanbieter, zum Beispiel einen externen Rätselanbieter. Werbung und Analytics erhalten das Signal sofort. Die Consent Bridge ist für ConsentManager, Sourcepoint und Usercentrics verfügbar.
Warum ist das wichtig?
Die Einwilligung aus der App ins Web zu übertragen ist bei TCF und GPP kompliziert, und das wirkt sich direkt auf die gezielte Auslieferung von Werbung aus. So vermeiden Sie zusätzliche Consent-Layer, und Ihre Leserschaft muss nicht erneut zustimmen.
Wie funktioniert es?
Die Consent Bridge ist ab Template 11.1 verfügbar. Sie benötigt sowohl das Update des App-Templates als auch das Experience-Update. Wie bei jedem Template-Update ist dafür eine Store-Einreichung nötig. Eine zusätzliche Konfiguration ist nicht erforderlich. Wir empfehlen, in App und Web dieselbe Consent-Management-Plattform zu nutzen, damit beide gleich konfiguriert sind. Da Drittanbieter Einwilligungen unterschiedlich verarbeiten, schauen wir uns entsprechende Integrationen gemeinsam mit Ihnen an. Sprechen Sie dafür Ihren Customer-Success-Manager oder Rafael Diz Simon an.

Weitere Verbesserungen auf einen Blick
- Purple Prompts mit Claude: Purple Prompts unterstützt neben OpenAI jetzt auch Claude. Zudem ist die Anbindung robuster, damit künftige Modellabkündigungen einzelner Anbieter nicht mehr zu Ausfällen führen. Für die Einrichtung wenden Sie sich an Ihre Ansprechperson bei Purple.
- Mathematische Formeln: Ein eigenes Modul ermöglicht Gleichungen direkt im Artikel, etwa für technische Inhalte.
- Newsletter: Im Newsletter-Modul haben wir viele Erweiterungen umgesetzt, vor allem rund um die Automatisierung und das automatische Befüllen. Weil die Möglichkeiten sehr vielfältig sind, zeigen wir sie Ihnen am liebsten anhand Ihres konkreten Anwendungsfalls in einem individuellen Termin.
- Medienverwaltung: In Purple DAM finden Sie Bilder jetzt auch über Metadaten wie Quelle und Titel, selbst wenn Sie nur einen Teil des Begriffs kennen. Bildunterschriften und Credits aus Agenturmeldungen werden automatisch ins Beitragsbild übernommen, und Printdateien lassen sich neben PDF auch als JPEG, GIF und in weiteren Bildformaten verarbeiten.
- Klareres Veröffentlichen: Die Option „Publish to Release“ ist standardmäßig ausgeblendet. Preview veröffentlicht immer in die Vorschau, Publish oder Update immer live. Bei Bedarf lässt sich die Option in den Hub-Einstellungen wieder einblenden.
- Einheitlichere Oberfläche: Eingabefelder, Checkboxen, Dropdowns, Buttons und Icons im Hub folgen an vielen Stellen unserem Designsystem. Alle Funktionen bleiben unverändert an ihrem Platz. Außerdem heißt der Link zum Editor in der neuen Oberfläche von Kordiam jetzt korrekt „Purple Hub“.
Ausblick: Woran wir gerade arbeiten
- Neuer Curator: Der Curator basiert noch auf älteren Komponenten, die Filter waren begrenzt und eine gemeinsame Arbeit an Collections war nicht möglich. Deshalb erhält er eine komplett überarbeitete Oberfläche mit besseren Filtern und Zusammenarbeit in Echtzeit, die sich wie der Rest des Hubs anfühlt. Am 26. Oktober ist er für alle verfügbar.
- Neuer Editor: Der Editor ist eines der wichtigsten Werkzeuge im Redaktionsalltag. Er bekommt eine komplett neue Oberfläche mit weniger Ballast, besserer KI-Unterstützung, besserem Umgang mit Metadaten und einer Kommentarfunktion für die Teamarbeit. Daran arbeiten wir im vierten Quartal weiter.
- Didomi als neue Consent-Management-Plattform: Didomi hat Sourcepoint übernommen. Im kommenden Quartal integrieren wir Didomi als neues SDK. Parallel arbeiten Didomi und Sourcepoint daran, die Konfigurationen kompatibel zu machen, sodass sich eine bestehende Sourcepoint-Konfiguration übernehmen lässt. Ab dem ersten Quartal 2027 beginnt die Migration der Sourcepoint-Kunden, geplant bis Ende 2027. Wir begleiten diesen Wechsel gemeinsam mit Ihnen.
- OneTrust als weitere Consent-Management-Plattform: Auf Wunsch mehrerer Verlage unterstützen wir künftig auch OneTrust, nach demselben Prinzip wie die bisherigen CMPs und ebenfalls mit Weitergabe der Einwilligung ins Web. OneTrust folgt in einer der nächsten Template-Versionen. Da wir jeweils mit der OneTrust-Konfiguration des Kunden testen, wird die Integration individuell pro Account abgestimmt.
Bleiben Sie auf dem Laufenden
Eine Neuerung betrifft das Format selbst: Das Feature Review haben wir erstmals auf Deutsch angeboten, zusätzlich zur englischen Ausgabe. Beide Ausgaben gibt es künftig jedes Quartal. Sie wählen einfach die Sprache, die Ihnen lieber ist, und erhalten anschließend die passende Aufzeichnung.
Möchten Sie beim nächsten Mal live dabei sein oder regelmäßig von neuen Produktentwicklungen erfahren? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter. Alle Releases im Detail, inklusive kleinerer Verbesserungen und Bugfixes, finden Sie in unserer Changelog-E-Mail. Und wenn Sie über eine einzelne Funktion und ihren Einsatz in Ihrem Haus sprechen möchten, vereinbaren Sie gern ein Gespräch mit meinem Kollegen Rafael Diz Simon.
Über den Autor
Thomas Beernink verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen Produkt- und Service-Design und war zuvor bei der niederländischen Nationalpolizei, bei Achmea und bei der IoT-Plattform relayr tätig. Nach seinem Abschluss in „Design for Interaction“ an der TU Delft kam er 2024 als Senior Product Designer zu Purple und leitet heute als Backend Product Manager das Produktmanagement für den Purple Hub.
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